Alexander Gail

Deutsches Primatenzentrum GmbH
37077 Göttingen

Portrait von  Alexander  Gail

Schwerpunkt:

Neurowissenschaft

Schulfächer:

Biologie, Physik, Technik

Woran forschen Sie?

Ich interessiere mich dafür, wie das Gehirn Entscheidungen trifft und Bewegungen plant. Solche Hirnsignale zu verstehen, stellt eine wichtige Voraussetzung dar, um Gehirn-Computer Schnittstellen zu entwickeln.

Was genau machen Sie da?

In meinem Labor erfassen wir hochdetailliert die Aktivität von Nervenzellen in verschiedenen Hirnarealen gleichzeitig, während Versuchstiere komplexe kognitive oder sensomotorische Aufgaben durchführen. Auch testen wir diese Leistungsfähigkeit in psychophysischen Versuchsanordnungen in menschlichen Probanden und simulieren diese in Computermodellen. So lernen wir die physiologischen Grundlagen unserer kognitiven Leistungsfähigkeit, inbesondere im Bereich der räumlichen Kognition, der Entscheidungsfindung und der Bewegungsplanung immer besser zu verstehen. Diesen Wissen nutzen wir für die Entwicklung von neuroprothetischen Ansätzen, bei denen die Gehirnaktivität direkt mit mitteln der künstlichen Intelligenz benutzt wird, um Prothesen, Computer oder "smarte" Geräte zu steuern.

Warum sind Sie Forscher/in geworden?

Mein Forschungsinteresse speist sich aus der Neugier, Dinge zu verstehen, insbesondere so faszinierend komplexe "Dinge" wie das Gehirn, und dem Wunsch damit früher oder später Patienten mit Erkrankungen des Nervensystems zu helfen.

Welchen Berufswunsch hatten Sie als Kind?

Ich wollte schon sehr frueh in der biomedizinischen Forschung aktiv sein. Den Weg in die Hirnforschung habe ich über den Weg eines Physikstudiums eingeschlagen.

Zu welchem Thema kommen Sie in den Unterricht?

Gehirn-Computer Schnittstellen, Entscheidungsfindung, Handlungsplanung, (Senso-)Motorik, Prothetik, Ethik des Tierversuchs