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Dr. Kristina Hopfensperger

Universitätsklinikum Tübingen
Institut für Medizinische Virologie und Epidemiologie der Viruskrankheiten
72076 Tübingen

Portrait von Dr. Kristina  Hopfensperger

Schwerpunkt:

Medizin, Immunologie, Immunsystem, Virologie, Viren, HIV

Schulfächer:

Biologie, Chemie, fächerübergreifend

Gerne berichte ich auch in Grundschulen über mein Forschungsthema.

Gerne berichte ich auch in VHS-Einrichtungen über mein Forschungsthema.

Gerne berichte ich auch per Video-Übertragung.

Woran forschen Sie?

Ich erforsche wie HIV das Immunsystem austrickst um uns infizieren zu können. Wenn man versteht wie HIV das schafft, kann man Medikamente entwickeln um es dem Virus so schwer wie möglich zu machen.

Was genau machen Sie da?

Ich untersuche, wie HIV zelluläre Proteine manipuliert, damit es sich besser vermehren kann. Ich untersuche insbesondere eine besondere Protein Modifikation, mit dem komplizierten Namen Ubiquitinierung. HIV nutzt diese Modifikation um Proteine loszuwerden, welche die Virus Vermehrung verhindern.

Warum sind Sie Forscher/in geworden?

Ich bin schon immer sehr neugierig gewesen. Ich wollte wissen wie die Welt funktioniert, vor allem der menschliche Körper. Ich findes es faszinierend, dass wir noch so Aspekte unserer Welt nicht verstehen. Zum Beispiel auch die Ursachen für viele Krankheiten. Nach der Schule hab ich mir überlegt, was mich motivieren würde jeden Tag früh aufzustehen und in die Arbeit zu gehen. Ich bin leider kein Morgenmensch. Letztendlich bin ich Forscherin geworden, weil ich Menschen helfen will. Denn wenn man versteht, was eine Krankheit verursacht, kann man geziehlt Therapien dagegen entwickeln. Wenn jemand durch meine Entdeckungen gesünder oder geheilt werden würde, wäre das ein Traum.

Welchen Berufswunsch hatten Sie als Kind?

Ich wollte immer Floristin werden. Egal ob Topfblumen, Blumensträuße oder Blumen im Garten, ich war total begeistert. Ich liebe Pflanzen immer noch. Leider habe ich keinen Garten, aber auf meinem Balkon wachsen Erbeeren, Paprika, Gewürze und verschiedene Blumen.

Zu welchem Thema kommen Sie in den Unterricht?

Ich habe molekulare Medizin an der Universität Ulm studiert (Bachelor und Master). Anschließend habe ich in der HIV Forschung promoviert. 2021 habe ich meine Doktorarbeit verteidigt. Seitdem arbeite ich als HIV-Forscherin am Uniklinikum in Tübingen. Nach meiner Promotion habe ich nebenberuflich Journalismus studiert. Inzwischen bin ich hauptberuflich HIV-Froscherin und nebenberuflich Wissenschaftsjournalistin. Ich habe einen eigenen Instagram Kanal (immuno-logisch) auf dem ich mit meinen Followern über Viren und das Immunsystem diskutiere.


 


Fachlich kenne ich mich in der Virologie und Immunologie am Besten aus. Ich könnte also erklären wie das Immunsystem uns vor verschiedenen Krankheiten schützt. Außerdem könnte ich Informationen zu verschiedenen Viren geben. Ich selbst arbeite seit über 9 Jahren mit HIV. HIV gilt auch heute noch als Tabuthema über das kaum einer spricht. Gleichzeitig gibt es Studien die zeigen, dass vielen Menschen veraltete Vorstellungen und Vorurteile gegenüber HIV und HIV-positiven Menschen haben. Für mich ist es deshalb wichtig offen über das Thema zu sprechen.