Dr. rer. nat. Juliane Jungk
Freudenberg Technology Innovation SE & Co. KG
69469 Weinheim

Schwerpunkt:
Polymere, Materialentwicklung, neue Testmethoden, Materialien und Funktionen verstehen
Schulfächer:
Chemie, Physik, Technik
Gerne berichte ich auch in Grundschulen über mein Forschungsthema.
Woran forschen Sie?
Ich bin Chemikerin und arbeite seit 10 Jahren in der Polymerindustrie. Ziel meiner Tätigkeit ist es Kunststoffe oder Gummimaterialien besser zu machen, dafür entwickle ich mich meinem Team neue Testmethoden.
Was genau machen Sie da?
Testmethoden sind zum einen dafür da, um zu prüfen, ob der Kunststoff oder das Material für die Anwendung geeignet ist. Wir wollen aber auch verstehen, wie das Material aufgebaut ist und warum es die Eigenschaften hat. Die neuen Prüfmethoden werden entweder zusammen mit Geräteherstellern entwickelt, wir bauen aber auch ganze Geräte selber und führen viele Experimente durch.
Warum sind Sie Forscher/in geworden?
Mich habe Naturwissenschaften schon immer interessiert und ich wollte wissen, wie Dinge aufgebaut sind und wie sie funktionieren. So bin ich zur Chemie gekommen. Nach dem Studium gab es eine sehr interessante Stelle in der Gummi-Industrie, und so bin ich in die Polymerwelt gelangt.
Welchen Berufswunsch hatten Sie als Kind?
Eigentlich wollte ich immer Medizin studieren und sozusagen verstehen, wie der Mensch aufgebaut ist und funktioniert. Am Ende bin ich aber doch bei der Chemie gelandet, da Chemie einfach überall ist und einem unendlich viele verschiedene Wege ermöglicht.
Zu welchem Thema kommen Sie in den Unterricht?
Hier gibt es verschiedene Möglichkeiten aus der Welt der Polymere, hier einige Ideen:
- Polymere im Alltag: Joghurtbecher, Backformen und Co.
- Autoreifen: wie sind sie aufgebaut, wie funktionieren sie?
- Gummi als Sensor? Keine Utopie
- Mit neuen Testmethoden tief in Kunststoffe schauen
- Recycling? gerade aktuell - wie funktioniert das, woran wird geforscht?
- Biopolymere - Nachhaltiges Plastik?
- Wenn Gummi kaputt geht - die Erforschung der Alterung
