Dr. Markus Kersten
Universität Rostock
Heinrich Schliemann-Institut für Altertumswissenschaften
18055 Rostock

Schwerpunkt:
Lateinische Dichtung, Kryptographie, Antikenrezeption, Bibliophilie
Schulfächer:
Deutsch, Geschichte, Kunst, Philosophie, Religion, Sprachen
Gerne berichte ich auch in Grundschulen über mein Forschungsthema.
Gerne berichte ich auch in VHS-Einrichtungen über mein Forschungsthema.
Woran forschen Sie?
Ich interessiere mich für lateinische Dichtung der Antike und ihre Rezeption, besonders in der Klassischen Moderne.
Was genau machen Sie da?
Ich beschäftige mich unter anderem damit, wie römische Autoren 'außerhalb' ihres Textes erzählen. Das kann zum einen wirklich versteckte Botschaften betreffen, also Codes, die als verschlüsselte Wörter im Text verborgen sind; aber auch suggestive Andeutungen, die sich aus Zitaten oder Anspielungen ergeben.
Kunstwerke wissen oft mehr als ihre Schöpfer. Insofern gibt es eine ganze Menge Neues in den alten Texten zu entdecken - und zwar sowohl über die Antike als auch (und dies ist vielleicht noch weit interessanter) über uns selbst als Leser.
Warum sind Sie Forscher/in geworden?
Weil mir diese Arbeit Freude macht. Oder noch einfacher gesagt: Aus Neugier.
Welchen Berufswunsch hatten Sie als Kind?
Ich hatte viele Wünsche; ich wollte Arzt oder Chemiker werden, danach gab es eine philosophische Phase. Irgendwann stellte ich fest, dass ich unbedingt Latein können wollte (das Fach wurde in unserer Schule nicht angeboten). Als ich das dann erlernte, fühlte ich mich sofort wohl. Und seither bin ich nicht mehr davon losgekommen.
Zu welchem Thema kommen Sie in den Unterricht?
Ich spreche gern über lateinische Dichtung und darüber, wie Literatur ein Mittel zur Erkenntnis der Welt sein kann. Ein spezielles Lieblingsthema von mir ist Kryptographie, also Texte mit versteckten Botschaften; hier geht es um Spiel, Ironie und Subversivität und um die Frage, wie aktuell all das sein kann.
