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Beatrice Aretz

TUM Universitätsklinikum Klinikum rechts der Isar
Chair of Health Informatics
81675 München

Portrait von  Beatrice  Aretz

Schwerpunkt:

Künstliche Intelligenz, Frauengesundheit, hormonelle Gesundheit, Endometriose, digitale Medizin, Wearables, Sensordaten, Zyklustracking, Stimme, App-Entwicklung, Data Science, Medizininformatik, personalisierte Medizin

Schulfächer:

Biologie, Informatik, Mathematik, Psychologie, Technik, fächerübergreifend

Gerne berichte ich auch in Grundschulen über mein Forschungsthema.

Gerne berichte ich auch in VHS-Einrichtungen über mein Forschungsthema.

Gerne berichte ich auch per Video-Übertragung.

Woran forschen Sie?

Ich forsche daran, wie wir hormonelle Veränderungen im Körper früher und besser erkennen können. Im Mittelpunkt steht mein Projekt **MENOSTIK**. Dabei untersuche ich, ob sich hormonelle Dysbalancen mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz, Wearables, Sensordaten, Zyklustracking und sogar Stimmmerkmalen erkennen lassen.


 


Mich interessiert besonders Frauengesundheit, weil viele Beschwerden rund um Zyklus, Hormone, Endometriose oder Wechseljahre noch immer zu spät erkannt oder nicht ernst genug genommen werden. Ich möchte dazu beitragen, dass Menschen ihren Körper besser verstehen und dass Medizin in Zukunft datenbasierter, individueller und früher helfen kann.

Was genau machen Sie da?

Ich arbeite an der Schnittstelle von Medizin, Informatik und Data Science. Konkret sammle und analysiere ich Daten, zum Beispiel aus Wearables, Apps, Zyklustrackern und digitalen Fragebögen. Daraus entwickle ich KI-Modelle, die Muster erkennen können, die für Menschen oft schwer sichtbar sind.


 


Ein großer Teil meiner Arbeit ist tatsächlich Programmieren: Ich baue Datenstrukturen, analysiere Signale, teste Algorithmen und entwickle auch eine App, mit der Menschen ihre Körperdaten besser einordnen können. Mir ist dabei wichtig, dass Technik nicht abstrakt bleibt, sondern im Alltag hilft. Gerade bei Gesundheit geht es nicht nur um Zahlen, sondern darum, den eigenen Körper ernster zu nehmen.

Warum sind Sie Forscher/in geworden?

Ich bin Forscherin geworden, weil ich schon immer verstehen wollte, wie Dinge wirklich funktionieren. Mich haben Medizin, Daten und der menschliche Körper früh fasziniert. Gleichzeitig habe ich durch meine eigene Endometriose-Erkrankung erlebt, wie lange es dauern kann, bis Beschwerden richtig eingeordnet werden.


 


Diese Erfahrung hat meinen Blick auf Forschung stark geprägt. Ich möchte nicht nur über Innovation sprechen, sondern an Lösungen arbeiten, die im echten Leben einen Unterschied machen. Forschung gibt mir die Möglichkeit, Fragen zu stellen, die noch nicht gut beantwortet sind: Warum werden bestimmte Beschwerden übersehen? Welche Daten fehlen uns? Und wie können wir Technologie so einsetzen, dass Menschen früher Hilfe bekommen?

Welchen Berufswunsch hatten Sie als Kind?

Ich wusste als Kind noch nicht genau, welchen Beruf ich später haben würde. Aber ich wusste ziemlich früh, dass ich etwas mit Computern und mit dem Gehirn machen wollte. Ich fand spannend, wie Menschen denken, lernen und Entscheidungen treffen, und gleichzeitig haben mich Computer fasziniert.


 


Den Begriff „Künstliche Intelligenz“ kannte ich damals noch nicht so, wie wir ihn heute benutzen. Aber rückblickend passt es sehr gut: Ich wollte immer verstehen, wie man Wissen, Muster und Denken mit Technik verbinden kann. Heute mache ich genau das, nur im Bereich Gesundheit.

Zu welchem Thema kommen Sie in den Unterricht?

Ich komme gerne zu den Themen **Künstliche Intelligenz, Frauengesundheit und digitale Medizin** in den Unterricht.


 


Ich möchte zeigen, wie Informatik in der Medizin eingesetzt werden kann und warum Daten manchmal helfen, den eigenen Körper besser zu verstehen. Dabei geht es zum Beispiel um Fragen wie: Was können Wearables messen? Wie erkennt eine KI Muster? Warum ist Frauengesundheit in der Forschung lange zu wenig berücksichtigt worden? Und wie können Apps und Sensoren dabei helfen, Krankheiten oder hormonelle Veränderungen früher zu erkennen?


 


Mir ist wichtig, dass Schüler*innen merken: Informatik ist nicht nur Programmieren am Bildschirm. Informatik kann dabei helfen, echte Probleme zu lösen, zum Beispiel in der Medizin. Und gerade Mädchen und junge Frauen sollen sehen, dass Technologie, Forschung und Gesundheit sehr spannende Felder sind, in denen ihre Perspektive gebraucht wird.