Erfahrungsberichte

Meeresbiologischer Vortrag im Rahmen eines P-Seminars der Q11

Professor Dr. Gert Wörheide berichtete über seine neuesten Forschungsergebnisse aus der Tiefsee.

Bevor der Forscher in einer öffentlichen Abendveranstaltung über die im Februar durchgeführte Expedition mit dem Forschungsschiff „Sonne II“ berichtete hatten die 13 Schülerinnen und Schülern des P-Seminars „Meeresbiologie“ noch die Gelegenheit sich mit dem Meeresbiologen zu unterhalten und ihn mit zahlreichen Fragen zu löchern. Wiie wird man Meeresbiologe? Warum finden Sie Schwämme so spannend? Sind Sie bei den Tauchgängen auch schon einem Hai begegnet? Dies bot den Oberstufenschülern des P-Seminars auch eine hervorragende Gelegenheit einen Einblick in das naturwissenschaftliche Berufsfeld zu erhalten.

Der abendliche Multimediavortrag war kurzweilig und erkenntnisreich: Wörheide berichtete von seiner Expedition in den Gewässern rund um Neuseeland, bei welchem er und sein Team den Schwämmen auf der Spur waren und in Tiefen bis zu 4000 m vordrangen.

Ungefähr 70% der Erde sind von Ozeanen bedeckt und der Großteil ist tiefer als 2000 Meter – erforscht sind diese Bereiche jedoch kaum. Um in solche Tiefen vorzudringen, ist der Einsatz eines gut ausgestatteten Forschungsschiffes, wie der „Sonne II“ erforderlich. Auf dem 120 Meter langen „schwimmenden Labor“ mit 70 Mann Besatzung und einem ROV-Tauchroboter, ausgestattet mit Unterwasserstaubsauger, Greifarmen und Kameras durchforschten zwei deutsche Teams den Indo-Pazifik um Neuseeland nach Schwämmen und Bakterien.

Mit beeindruckenden Bildern und Filmsequenzen gelang es dem Referenten wissenschaftliche Erkenntnisse verständlich zu vermitteln. Neben Glass-Schwämmen, die u.a. als Vorbild für das Londoner Hochhaus „The Gherkin“ dienten, konnten die Forscher aber auch zahlreiche Aufnahmen weiterer, teils kamerascheuer Meeresbewohner einfangen. Wörheide schilderte in seinem Vortrag nicht nur die wissenschaftliche Seite dieser Expedition, sondern stellte humorvoll den Alltag auf einem Forschungsschiff dar, bei dem technische Probleme, Wetterveränderungen oder eben auch das Zusammenleben auf engem Raum von allen ein hohes Maß an Flexibilität erfordert.

 

Herzlichen Dank für den interessanten Vortrag Hr. Wörheide!