Erfahrungsberichte

Die Forschungsbörse macht es möglich: Eingangsklasse der Emil-von-Behring-Schule zu Besuch im Tropeninstitut in Tübingen

Die Schüler/-innen der Eingangsklasse des Sozial- und Gesundheitswissenschaftlichen Gymnasiums der Emil-von-Behring-Schule machten sich zusammen mit ihrer Biologielehrerin Gabriele Braun und ihrer Klassenlehrerin Jasmin Jörger auf, um in Tübingen Forschungsluft im Rahmen der Forschungsbörse zu schnuppern. Die Wissenschaftlerin Dr. Meral Esen hatte die Schüler-/innen in das Tropenmedizinische Institut eingeladen, um ihnen einen detaillierten Einblick in ihre Forschungsarbeit zu geben. Das Institut für Tropenmedizin hat sich auf Infektionskrankheiten, Tropenkrankheiten sowie Humanparasitosen spezialisiert und ist das Kompetenzzentrum für Tropenmedizin in Baden-Württemberg.

Nach einer kurzweiligen Zugfahrt von Geislingen nach Tübingen wurde die Klasse von Dr. Meral Esen im Tropeninstitut herzlich empfangen und lauschte dort dem Vortrag der Forscherin. Diese berichtete von ihrer engen Zusammenarbeit mit dem afrikanischen Forschungsinstitut in Lambaréné in Gabun, welches zu einem Krankenhaus gehört, das Albert Schweitzer inmitten des tropischen Regenwaldes gegründet hatte. Gemeinsam arbeiten die circa 200 Wissenschaftler aus Tübingen und Afrika an der Entwicklung eines Impfstoffes gegen Malaria und führen im Zuge dessen Studien durch, um die Eignung eines solchen Impfstoffes zu erproben. Dabei seien sie immer wieder auf freiwillige Probanden, finanzielle Unterstützung und fundiertes Wissen angewiesen, um Fortschritte zu erzielen. Nichtsdestotrotz wagte Dr. Meral Esen eine positive Prognose für den Erfolg ihres Projektes, der vor allem viele Kinder vor der tödlichen Krankheit schützen könne.

Im Anschluss daran wurde die interessierte Klasse durch das aufschlussreiche Forschungslabor geführt. Sie durfte außerdem Schnecken z.B. der Art Biomphalaria pfeifferi betrachten, welche als Wirte für lebende Parasitenlarven dienen, die die tropische Infektionskrankheit Schistosomiasis übertragen. Auch diese Erkrankung wird im Tropenmedizinischen Institut erforscht.

Ihren Appetit ließen sich die Schülerinnen und Schüler jedoch nicht verderben und verabschiedeten sich, um die Studentenstadt Tübingen auf einem Stocherkahn genauer zu erkunden. Bei strahlendem Sonnenschein, leckeren Snacks und Naschereien und gefolgt von vielen Enten, die auf Futter hofften, ließ sich die Eingangsklasse den Neckar hinunter und hinauf schippern und erhielt reichlich Informationen über Studentenverbindungen und  interessante Tübinger Sehenswürdigkeiten. Zu guter Letzt steuerten sogar mutige freiwillige SG-Schüler den Stocherkahn alleine und stellten sich hervorragend dabei an.  

Alles in Allem freute sich die Klasse über einen gelungenen Schuljahresausklang in Tübingen und hat sich fest vorgenommen, diese wunderschöne Stadt ein weiteres Mal zu besuchen.

Autorin: Jasmin Jörger, Gabriele Braun