Frigga Kruse

Christian-Albrechts-Universität zu Kiel
Institut für Ökosystemforschung
24118 Kiel

Portrait von  Frigga  Kruse

Schwerpunkt:

Arktis, Spitzbergen, Polarforschung, Geologie, Archäologie, Forensik, Tourismus, Ehrenamt

Schulfächer:

Biologie, Ethik, Geographie, Geschichte, Sprachen, fächerübergreifend

Gerne berichte ich auch in Grundschulen über mein Forschungsthema.

Gerne berichte ich auch per Video-Übertragung.

Woran forschen Sie?

In der Arktis (Spitzbergen und Jan Mayen) erforsche ich, wie sich mehr als 400 Jahre kommerzielle Jagd auf Tierarten wie Grönlandwale, Walrosse, Eisbären, Polarfüchse und Rentiere ausgewirkt haben. Ich betrachte dabei das ganze arktische Ökosystem und die Rolle des Menschen in dessen Wandel.

Was genau machen Sie da?

Meine Methode ist historische Archäologie: ich habe eine Vielzahl von Quellen, geschriebene und materielle, die ich nach Beobachtungen von Tieren und Interaktionen mit Menschen durchforste. Die Archive und Museumssammlungen sind spannend! Die archäologische Feldarbeit in Spitzbergen ist um vieles spannender!!!

Warum sind Sie Forscher/in geworden?

Ich war auf einer guten internationalen Schule weit, weit weg von Deutschland und die Berufsberatung für alle Kinder zielte irgendwie nur in Richtung Universität und Studium. Im Nachhinein denke ich, die Beraterin hatte damals gar nicht die Möglichkeit, sich über die Berugswege aller Länder gleich gründlich zu informieren und das Studieren war somit "das Einfachste". Irgendwann während der Doktorarbeit tauchten die vielen Fragen auf, die ich nun alle zu beantworten versuche. Ich denke, kein Forscher geht einen geraden Weg :)

Welchen Berufswunsch hatten Sie als Kind?

Ein genauer Beruf schwebte mir noch nicht vor. Allerdings wollte ich unbedingt in Gummistiefeln arbeiten, weil man damit überall hinkommt. Heute besitze ich vier Paar für unterschiedliche Zwecke.

Zu welchem Thema kommen Sie in den Unterricht?

Ich komme gerne generell zu den Themen Arktis und Polarforschung in den Unterricht. Allerdings bin ich nicht auf Forschungsschiffen unterwegs; dazu kann ich nicht erzählen. Geologie und Archäologie sind sehr landgebundene Fächer, die Feldarbeit findet im arktischen Sommer statt. Nebenbei arbeite ich als Guide auf Expeditionskreuzfahrten: ich bin es somit gewohnt, zu sehr breiten Themen etwas sagen zu können und eine eigene Meinung zu haben.