Die Forschungsbörse

Die Idee, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler bundesweit in die Klassenzimmer zu holen, hat sich in den vergangenen sechs Jahren bewährt: Deutschlandweit machen seit dem Wissenschaftsjahr 2010 rund 750 Experten und Praktiker aus den unterschiedlichsten Forschungsdisziplinen mit und berichten Kindern und Jugendlichen über ihre Arbeit. 


Ursprung und Ziele

Mit dem Ziel, den persönlichen Kontakt zwischen Jugendlichen und Experten aus der Wissenschaft zu fördern, indem Forschende ins Klassenzimmer gehen, startete die Forschungsbörse als eine Initiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung im Wissenschaftsjahr 2010 mit ihren ersten 100 Experten aus der Energieforschung. Über die Webseite konnten Lehrerinnen und Lehrer eine Wissenschaftlerin oder Experten suchen und in den Schulunterricht einladen. 2011 kamen weitere Forscherinnen und Forscher aus der Gesundheitsforschung hinzu, 2012 vergrößerte sie sich um Nachhaltigkeitsexperten, im Wissenschaftsjahr 2013 meldeten sich Demografieforscher an. 2014 kamen Fachleute für digitale Technologien dazu sowie im Wissenschaftsjahr 2015 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die sich mit Themen rund um die Zukunft unserer Städte beschäftigen.

Zum Start des Wissenschaftsjahres 2016*17 – Meere und Ozeane sind nun auch Expertinnen und Experten mit an Bord, die sich mit den unterschiedlichsten Themen rund um die Meeresforschung beschäftigen - und die sich darauf freuen, von Schulen in den Unterricht eingeladen zu werden.

Mittlerweile wird fast täglich ein Schultermin über die Onlineplattform vermittelt und rund 750 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, Experten und Praktiker aus ganz Deutschland engagieren sich ehrenamtlich in der Initiative. Über 25.000 Schülerinnen und Schüler haben bereits eine Expertin oder einen Experten in ihrem Klassenzimmer begrüßt. Wir freuen uns über die vielen persönlichen Kontakte, Gespräche, Berichte, Praktika und Fortbildungen, die in den letzten Jahren durch diese Begegnungen zustande gekommen sind - und weiterhin zustande kommen!


Die Wissenschaftsjahre

Die Wissenschaftsjahre, eine Initiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) gemeinsam mit Wissenschaft im Dialog (WiD), finden seit dem Jahr 2000 jährlich statt und stellen jeweils einzelne Disziplinen, Fächergruppen oder Persönlichkeiten der Forschung in den Mittelpunkt. In enger Zusammenarbeit mit zahlreichen Partnern aus Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und Kultur in ganz Deutschland dienen sie als Bühne für den Austausch zwischen Öffentlichkeit und Wissenschaft entlang ausgewählter Themen und verfolgen das Ziel, insbesondere bei Kindern und Jugendlichen das Interesse für Wissenschaft und Forschung zu wecken. Sie führen Menschen aller Altersgruppen zusammen, sie laden sie ein, die oft unbekannte Welt der Wissenschaft und Forschung zu erkunden. Wie viele unterschiedliche Welten in den letzten Jahren erkundet wurden, verrät ein kurzer Themeneinblick in die letzten sieben Jahre:

Wissenschaftsjahr 2010 "Die Zukunft der Energie" 
Die Zukunft der Energie war das Thema des Wissenschaftsjahres 2010. In diesem ersten übergreifenden Themenjahr ging es um die Zusammenhänge von Energie und Klima, die Vorbereitung des Umbaus unserer Energieversorgung, die von der Forschung erwarteten Lösungen für technologische Entwicklungen mit Blick auf natürliche Energiequellen, für mehr Energieeffizienz und für einen verantwortungsbewussten Umgang mit natürlichen Ressourcen.

Wissenschaftsjahr 2011 "Forschung für unsere Gesundheit"
Mit dem Motto „Forschung für unsere Gesundheit“ wendete sich das Wissenschaftsjahr 2011 vor allem an junge Menschen und lud diese zur Auseinandersetzung mit den Herausforderungen und Perspektiven der Gesundheitsforschung ein. Im Mittelpunkt standen dabei nicht nur die vielfältigen Fragen, wie man Krankheiten vermeiden, erkennen, behandeln und heilen kann, sondern auch Fragen zu ethischen und gesellschaftlichen Aspekte und Auswirkungen, die im Dialog zwischen Wissenschaft und Gesellschaft beantwortet wurden. Das Wissenschaftsjahr stellte Chancen und Möglichkeiten in der Präventions- und Ernährungsforschung, in der Versorgungsforschung und nicht zuletzt in der internationalen Gesundheitsforschung vor und gab dem Dialog darüber Raum.

Wissenschaftsjahr 2012 "Zukunftsprojekt Erde"
2012 stand im Zeichen der Forschung für nachhaltige Entwicklungen: Sie ist der Schlüssel für die Zukunft. Klimawandel, demografischer Wandel oder Biodiversitätsverlust – das sind globale Herausforderungen, die in den nächsten Jahren zu meistern sind. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler arbeiten nicht nur in der Umwelt- oder Energieforschung, sondern ebenso in den Wirtschafts- und Geisteswissenschaften daran, die Erde auch für kommende Generationen zu bewahren. Das Wissenschaftsjahr 2012 widmete sich dieser Forschung für nachhaltige Entwicklungen und setzte damit die Tradition fort, Zukunftsthemen unserer Gesellschaft über Fachgrenzen hinweg zu diskutieren.

Wissenschaftsjahr 2013 "Die demografische Chance"
Unsere Lebenserwartung steigt, während die Zahl der Menschen in Deutschland abnimmt. Lebenslanges Lernen ergänzt Studium und Ausbildung. Unsere Gesellschaft wird vielfältiger. Und: Die Art, wie wir arbeiten, verändert sich fundamental. Unter dem Motto „Wir leben länger. Wir werden weniger. Wir werden vielfältiger“ umriss das Wissenschaftsjahr 2013 – Die demografische Chance diese Herausforderungen in drei Handlungsfeldern. Wissenschaft und Forschung lieferten Ideen und Lösungen zur aktiven Gestaltung des demografischen Wandels. Interessierte konnten mit Forschern über die Gestaltungsmöglichkeiten diskutieren. Wie sich Politik, Wirtschaft und Gesellschaft den Veränderungen stellen und sie für sich nutzen können, stand dabei im Mittelpunkt.

Wissenschaftsjahr 2014 "Die digitale Gesellschaft"
Die digitale Gesellschaft ist eine Gesellschaft im Umbruch. Digitale Technologien durchdringen unseren Alltag und bieten eine Vielzahl neuer Möglichkeiten. Das Wissenschaftsjahr 2014 – Die digitale Gesellschaft zeigte auf, wie Wissenschaft und Forschung diese Entwicklung mit neuen Lösungen vorantreiben und widmete sich den Auswirkungen der digitalen Revolution.

Wissenschaftsjahr 2015 "Zukunftsstadt"
Das Wissenschaftsjahr 2015 – Zukunftsstadt zeigte, wie die Forschung eine nachhaltige Entwicklung der Stadt ermöglicht. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler entwickelten gemeinsam mit Bürgerinnen und Bürgern, Kommunen und Wirtschaft kluge Lösungen für die großen gesellschaftlichen Herausforderungen. Denn egal ob Klimaanpassung, Energiesicherheit, gute Arbeit oder das soziale Miteinander: die Antwort darauf muss auf kommunaler Ebene verwirklicht werden können.

Wissenschaftsjahr 2016*17 "Meere und Ozeane"
Die Meeresforschung ist Thema des Wissenschaftsjahres 2016*17. Meere und Ozeane bedecken zu rund 70 Prozent unseren Planeten. Sie sind Klimamaschine  Nahrungsquelle, Wirtschaftsraum – und sie bieten für viele Pflanzen und Tiere Platz zum Leben. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler untersuchen die Ozeane seit langem; und doch sind sie noch immer geheimnisvoll und in weiten Teilen unerforscht. Im Wissenschaftsjahr 2016*17 geht es um die Entdeckung der Meere und Ozeane, ihren Schutz und eine nachhaltige Nutzung.

 

 Alle Wissenschaftsjahre im Überblick:

Wissenschaftsjahr 2016*17 Meere und Ozeane

Wissenschaftsjahr 2015 Zukunftsstadt

Wissenschaftsjahr 2014 Die digitale Gesellschaft

Wissenschaftsjahr 2013 Die demografische Chance

Wissenschaftsjahr 2012 Zukunftsprojekt Erde

Wissenschaftsjahr 2011 Forschung für unsere Gesundheit

Wissenschaftsjahr 2010 Die Zukunft der Energie

Wissenschaftsjahr 2009 Forschungsexpedition Deutschland

Wissenschaftsjahr 2008 Jahr der Mathematik

Wissenschaftsjahr 2007 Jahr der Geisteswissenschaften

Wissenschaftsjahr 2006 Jahr der Informatik

Wissenschaftsjahr 2005 Einsteinjahr

Wissenschaftsjahr 2004 Jahr der Technik

Wissenschaftsjahr 2003 Jahr der Chemie

Wissenschaftsjahr 2002 Jahr der Geowissenschaften

Wissenschaftsjahr 2001 Jahr der Lebenswissenschaften

Wissenschaftsjahr 2000 Jahr der Physik