Für Schulen

Den Prof ins Klassenzimmer holen: Rund 750 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler machen mit in der Forschungsbörse. Suchen auch Sie in Ihrer Region nach einem passenden Experten für Ihren Unterricht.


Wissensvermittlung aus erster Hand

Wissenschaft und Schule zusammenzubringen, ist das Ziel der Forschungsbörse seit ihrem Start im Wissenschaftsjahr 2010. Denn: Biologie, Erdkunde, Philosophie oder Sozialkunde muss nicht immer nur der Lehrer erklären. Seither können sich Schulklassen mit der Initiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) Spitzenleute aus der Forschung direkt ins Klassenzimmer holen und mit ihnen über ihre Unterrichtsthemen diskutieren. Die Idee hat sich in den letzten Jahren bewährt: Rund 750 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus ganz Deutschland beteiligen sich derzeit und besuchen ehrenamtlich Schulklassen in ihrer Region. Und ob in Grundschulen, Gesamtschulen, Gymnasien, Berufs- oder Volkshochschulen: Fast täglich berichtet ein Forschungsbörse-Experte Schülerinnen und Schüler über seinen Beruf.

Grundlegender Gedanke der Forschungsbörse ist es, dass Schülerinnen und Schüler sich durch den direkten Austausch mit Wissenschaftlerinnen und Forschern stärker mit den Inhalten und Herangehensweisen von Wissenschaft identifizieren können und ihnen Berufsperspektiven aus erster Hand vorgestellt werden. Für Lehrende bietet die Online-Plattform darüber hinaus die Möglichkeit, Schülerinnen und Schülern einen Einblick in die aktuelle Forschung zu schaffen und auf diese Weise einen realitätsnahen und praktischen Bezug zu denen im Unterricht gelehrten Themen herzustellen.


Wie vereinbare ich einen Termin?

Sie sind Lehrerin oder Lehrer und Ihnen gefällt die Idee? Dann machen Sie mit! Es funktioniert ganz einfach: Lehrende können hier die Fachkräfte aus Wissenschaft, Forschung und Praxis online buchen - und zwar über unsere Forschersuche passgenau nach Unterrichtsfach und Region. Füllen Sie anschließend das Online-Anfrageformular aus und tragen Sie Ihre Daten ein. Sobald der Forscher ihre Anfrage bestätigt hat, geht es los.

Bei der Suche war noch kein passender Forscher für Sie dabei?

Wir vermitteln Ihnen gerne eine Wissenschaftlerin oder einen Wissenschaftler zum gewünschten Thema in Ihrer Region. Kontaktieren Sie uns!


Übersicht der Themenfelder

Energieexpertinnen und -Experten, Gesundheits- und Nachhaltigkeitsforscher, Referentinnen und Referenten, die den demografischen Wandel oder unsere gesellschaftlichen Veränderungen durch digitalen Technologien untersuchen, Stadtexperten und Meeresforscher: In der Forschungsbörse der Wissenschaftsjahre finden Sie Expertinnen und Experten, die sich zu einem der Themengebiet aus den letzten sieben Wissenschaftsjahren angemeldet haben. Dementsprechend vielfältig ist die Auswahl der Fach- und Forschungsgebiete, die die 750 Forscherinnen und Forscher der Forschungsbörse abdecken: Es gibt Geisteswissenschaftler, Theologen, Juristen und Mediziner, Natur- und Sozialwissenschaftler,  Wirtschafts-, und Ingenieurwissenschaftler, Informatiker, Politikwissenschaftler und und und... Viele von ihnen arbeiten auch gar nicht an einer wissenschaftlichen Einrichtung, sondern sind Experten in einem Unternehmen, sind in einer öffentlichen Institution beschäftigt oder selbstständig -  so finden Sie zum Beispiel auf dieser Seite auch Ärzte, Tiefseetaucher, Politiker, Förster oder Programmierer. Allen gemein ist die Begeisterung für ihre Arbeit, die sie gerne an Kinder und Jugendliche weitergeben möchten.

Wie finde ich den richtigen Experten für meinen Schulunterricht?

Ganz einfach: Suchen Sie über unsere Suchmaske nach einer Expertin oder einem Experten in Ihrer Region. Sie können dabei eingeben, für welches Unterrichtsfach Sie einen Forscher suchen, zusätzlich besteht auch die Möglichkeit, über die Stichworteingabe nach geeigneten Experten zu suchen. Das System filtert Ihnen alle Wissenschaftler, die in ihrer Region tätig sind, heraus. Sie können nun einen Experten direkt anklicken. Auf seiner Portraitseite erfahren Sie mehr über seine Forschungsarbeit und zu welchem Thema er in den Unterricht kommt.

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Weiterführende Angebote

Die Wissenschaftsjahre, eine Initiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) gemeinsam mit Wissenschaft im Dialog (WiD), finden seit dem Jahr 2000 jährlich statt und stellen jeweils einzelne Disziplinen, Fächergruppen oder Persönlichkeiten der Forschung in den Mittelpunkt. In enger Zusammenarbeit mit zahlreichen Partnern aus Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und Kultur in ganz Deutschland dienen sie als Bühne für den Austausch zwischen Öffentlichkeit und Wissenschaft entlang ausgewählter Themen und verfolgen das Ziel, insbesondere bei Kindern und Jugendlichen das Interesse für Wissenschaft und Forschung zu wecken. Sie führen Menschen aller Altersgruppen zusammen, sie laden sie ein, die oft unbekannte Welt der Wissenschaft und Forschung zu erkunden. Im Wissenschaftsjahr 2016*17- Meere und Ozeane gibt es wieder viele weitere Angebote für Kinder und Jugendliche. Machen Sie mit und werden Sie mit Ihrer Klasse teil der Wissenschaftsjahre!

Meeresrauschen im Binnenland: die MS Wissenschaft

Das Ausstellungsschiff MS Wissenschaft lädt ein in faszinierende Salzwasserwelten und tourt ab Mai bis September durch rund 30 deutschen Städten. Kommen Sie an Bord und erfahren Sie mehr über die Geschichte, die Erforschung und den Schutz von Meeren und Ozeanen sowie ihre Bedeutung für uns Menschen. Die Internetadresse: www.ms-wissenschaft.de

Unterricht im Kino

Schulklassen haben in diesem Wissenschaftsjahr wieder die Möglichkeit, sich zu vergünstigten Preisen im Kinosessel schlau zu machen: In diesem Jahr dreht sich alles um die Bedeutung der Meere und Ozeane für das Ökosystem Erde. Vorführungsorte und -termine finden gibt es auf der Seite von Vision Kino.

Mein mobiles Küstenlabor

Um die Neugierde zur Erkundung der küstennahen Tier- und Pflanzenwelt zu fördern, startet in diesem Sommer an verschiedenen Orten an Nord- und Ostsee die Aktion „Mein mobiles Küstenlabor“. Einrichtungen der Meeres- und Ozeanforschung zeigen Kindern Tiere, Pflanzen und Lebensräume vor Ort. Die Kinder werden mit ihrem mobilen Küstenlabor – einem Beutel mit Becherlupe, Kescher und kreativen Tipps zur Entdeckung des Lebens an den Küsten – zu Forschern am Strand, im Watt oder in den Dünen. Alle Informationen zur Aktion gibt es hier.

Citizen-Science-Aktion: Plastikpiraten sammeln Daten für die Wissenschaft

Die Plastikpiraten – Freiwillige zwischen 10 und 16 Jahren – erheben bundesweit Daten zu Kunststoffvorkommen an und in Fließgewässern. Wie viel und welcher Plastikmüll lässt sich dort finden? Wo sam­melt sich besonders viel Müll? Und welche Rolle spielen Fließge­schwindigkeit und Wasser­tiefe dabei? Mit wissenschaftlichen Methoden wird gefiltert, gewo­gen, gezählt und das Ergebnis auf einer di­gitalen Deutschlandkarte dokumentiert. Der Aktionszeitraum beginnt am 16. September und endet am 18. November 2016. Für Schulklassen gibt es hier kostenlos das Lern- und Arbeitsmaterial zur Aktion: Es behandelt zentrale Themen rund um unsere Meere und Ozeane und kann über den Aktionszeitraum hinaus genutzt werden. Die Aufgaben einer jeden Lerneinheit liegen hierbei als Kopiervorlage für die Klasse/Gruppe vor. Lehrerinnen und Lehrer können außerdem das Aktionsheft bestellen, das den Jugendlichen als Hilfestellung und Orientierung für die Exkursion und als konkrete Anleitung zur Daten­erhebung an den Flüssen dient. Material und Heft werden zum neuen Schuljahr ausgeliefert. Mit den gewonnenen Daten arbeitet anschließend die Kieler Forschungswerkstatt weiter. Dort wird zum Beispiel festgestellt, welche Flussabschnitte besonders stark mit Plastik verschmutzt sind und wie sich die Belastung von der Quelle bis zur Mündung eines Flusses entwickelt. Da­raus lassen sich Schutzmaßnahmen ableiten, die Flüssen, Meeren und letztlich uns selbst zu­gute kommen. Hier geht es zur Aktion.

Tauchstation im Bahnhof: die Science Station

Wer am Bahnhof für ein paar Minuten in die marine Wissenschaft eintauchen möchte, erlebt in der Mitmach-Ausstellung Science Station Meeres- und Ozeanforschung
hautnah. Start ist in Dresden, weitere Stopps sind u.a.in München, Frankfurt a. M., Erfurt, Berlin und Köln geplant. Wer mehr wissen will: www.sciencestation.de